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Herzlich willkommen im Gmünder Weltladen

Wir freuen uns über Ihr Interesse. Auf den folgenden Seiten wollen wir Sie darüber informieren,

  • was Sie im Gmünder Weltladen kaufen können, woher unsere Waren kommen und wie die Menschen leben, die sie herstellen (Sortiment),
  • von welchen Handelspartnern wir unsere Waren beziehen (Laden/Handelspartner),
  • wer wir sind, wie wir unsere Arbeit verstehen und wie wir arbeiten (Laden, Wir über uns),
  • wie Sie mit uns Kontakt aufnehmen können.

Wir hoffen, dass wir Ihre Fragen beantworten können und Sie bald persönlich
im Gmünder Weltladen begrüßen dürfen.

Der Weltladen wird jünger

Weltladen Corona-Auswirkungen, Generationengespräche und ein Glücksfall: Der Gmünder Weltladen geht durch ein Jahr mit vielen Herausforderungen.

Artikel aus der Gmünder Tagespost vom 03.07.2020

Des Weltladens Glück im Corona-Unglück: Uganda-Rückkehrerin Daniela Merk (links) unterstützt Weltladen-Vorsitzende Cordula Reichert und ihr Team. Foto: mü

Die Corona-Pause ist überstanden, nun will sich der Gmünder Weltladen für die Zukunft rüsten. Junge Leute helfen mit, jüngere Kunden sollen dazugewonnen werden. Und eine Steuersenkung soll zur Hilfe werden.

Mehrwertsteuer als Spende: Im regulären Handel ist es längst Teil der Werbung: dem Kunden zu versichern, dass die Steuersenkung an ihn weitergegeben wird. Im Gmünder Weltladen haben sich die Verantwortlichen dennoch für einen anderen Weg entschieden, den auch der Dachverband so vorgeschlagen hatte. Einen Weg, der im Sinn des Vereinszwecks ist: „Wir spenden das Geld an ein Projekt“, sagt Cordula Reichert, die Vorsitzende des Vereins Weltladen Gmünd. Begünstigt werden soll die Fair-Trade-Organisation „El Puente“. Das zusätzliche Geld kann vielleicht die Einbußen ausgleichen helfen, die dem Laden, seinen Lieferanten und Produzenten durch den Corona-Lockdown entstanden sind.

Die Corona-Verluste: Fast genau vier Wochen hatte der Weltladen geschlossen von März bisApril. Neben den fehlenden Umsätzen musste auch die Osterware abgeschrieben werden, die nicht mehr verkauft werden konnte. „Die haben wir an den Tafelladen verschenkt“, erzählt Reichert. Inzwischen läuft das Geschäft wieder: „Die Umsätze haben ziemlich rasch wieder das normale Niveau erreicht.“ Anders ist das bei den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zum Teil aus Sicherheitsgründen pausieren.Die Umsätze haben wieder das normale Niveau erreicht.

Cordula Reichert, Vorsitzende: Der Personalschwund: „Meine 80-Jährigen habe ich gleich heimgeschickt“, erzählt Cordula Reichert vom Beginn der Corona-Zeit. Und von den 70-Jährigen seien etliche auch aus Vorsicht daheimgeblieben, fügt sie hinzu. Rund 20 Leute helfen normalerweise mit, nun waren es nur noch zehn. Unter den momentanen, ruhigeren Umständen wollen einige Ehrenamtler wieder einsteigen. Trotzdem bleibt es beim Personalrückgang unter den bisher Engagierten. Doch dem Weltladen-Team ist es gelungen, junge Leute dazuzugewinnen.

Eine 18-Jährige aus Uganda: Eine der Verstärkungen ist Daniela Merk, die im Moment ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert. Dabei hatte die 18-Jährige aus Gschwend ursprünglich ein anderes Ziel. Nach dem Abitur am HBG in Gmünd ist sie im vergangenen Sommer als FSJlerin ins Ausland gegangen. Im August 2019, zwei Tage nach ihrem 18.Geburtstag, flog sie nach Uganda, um dort in einem Orden mitzuarbeiten. Sie hat Deutsch unterrichtet, Kinder betreut und unter den Schwestern gelebt. „Ich habe hauptsächlich Lückengefüllt“, sagt sie bescheiden. Doch im März ist sie, wie ausnahmslos alle FSJler im Ausland, von der Bundesregierung heimgeholt worden. Jetzt hat Daniela Merk, vermittelt vom bischöflichen Ordinariat in Rottenburg, eine große Lücke im Gmünder Weltladen geschlossen. Es war ein Glück im ganzen Corona-Unglück: Die 18-Jährige kann dort sehr flexibel eingesetzt werden. „Ich arbeite da, wo ich gebraucht werde“, sagt sie. Daniela Merk bleibt bis Ende August, dann will sie studieren. Und kann sich gut vorstellen, beim Gmünder Weltladen engagiert zu bleiben.

Mit jungen Reform-Ideen: Neben der FSJlerin hat es das Weltladen-Team auch geschafft, einige Studierende der Gmünder Hochschule für Gestaltung für sich zu gewinnen, inzwischengibt es sogar eine Warteliste. Die Studierenden bringen ihre Talente ein: Kommunikation, Design und natürlich soziale Medien. Das wollen die Macher des Ladens nutzen, denn bisher gab es beim Personal wie den Kunden dort nicht so viele junge Leute. „Wir hatten eine Sitzung zum Thema, wie wir junge Käufer gewinnen“, erzählt Cordula Reichert. Was nicht immer einfach war, aber wichtig, findet Reichert: „Wenn alles, was man bisher gemacht hat, auf dem Prüfstand steht, das ist auch ein bisschen bitter.“