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Herzlich willkommen im Gmünder Weltladen

Wir freuen uns über Ihr Interesse. Auf den folgenden Seiten wollen wir Sie darüber informieren,

  • was Sie im Gmünder Weltladen kaufen können, woher unsere Waren kommen und wie die Menschen leben, die sie herstellen (Sortiment),
  • von welchen Handelspartnern wir unsere Waren beziehen (Laden/Handelspartner),
  • wer wir sind, wie wir unsere Arbeit verstehen und wie wir arbeiten (Laden, Wir über uns),
  • wie Sie mit uns Kontakt aufnehmen können.

Wir hoffen, dass wir Ihre Fragen beantworten können und Sie bald persönlich
im Gmünder Weltladen begrüßen dürfen.

Weltladen spendet trotz Krise und hilft beim Aufbau einer Schokoladenfabrik

In der Krise müssen sich Weggefährten stützen und Solidarität zeigen, gerade auch in der Coronakrise. So steht der Gmünder Weltladen inmitten eines solidarischen Geflechts – einerseits gehalten von treuen Kunden und andererseits mit einem offenen Ohr für die Nöte in Entwicklungsländern, wo sich Armut und Kinderarbeit durch die Pandemie drastisch ausbreiten.

Bis zum 31.Dezember musste auch der Weltladen durchschnittlich 2,5 % weniger Mehrwertsteuer auf seine Umsätze ans Finanzamt abführen, weil sich die Regierung davon eine Ankurbelung des Konsums versprach. Die so ersparten Beträge flossen auch aus Gmünd auf Anregung des Weltladendachverbandes sofort im Rahmen der Aktion „Fairwertsteuer“ in einen Solidaritätsfonds, der akute Nothilfe an die Kleinproduzenten auszahlen konnte. „Aufgestockt durch Kundenspenden und Beträge aus unseren Rücklagen konnten wir mehr als 12.500 € überweisen!“ Cordula Reichert, Vorsitzende des Gmünder Weltladens, ist sichtlich stolz über diese großzügige Zuwendung an die Ärmsten der Armen. Und sie ist stolz auf die Weltläden in ganz Deutschland, die durch ähnliche Maßnahmen rund eine halbe Million Euro überweisen konnten – teilweise ein richtiger Kraftakt.

„Anfangs wurden ganz einfach Überlebenspakete für Tausende Kleinproduzenten aus diesem Fonds finanziert. Jetzt in der dritten Vergaberunde gehen Anträge auf Saatgut oder Rohstoffe für Kunsthandwerksprodukte ein,“ so Reichert. „Ohne Vorfinanzierung geht es nicht weiter.“

Zusätzlich hat sich der Gmünder Weltladen im vergangenen Jahr mit zwei Kleindarlehen an der neuen Schokoladenfabrik „fairafric“ in Ghana beteiligt. „Da wird ein neuer Ansatz praktiziert, nämlich die ganze Produktion wird in Ghana durchgeführt anstatt wie üblich nur den Kakao nach Europa zu importieren und die gewinnbringenden Veredelungsschritte in den Industrieländern vorzunehmen. Die volle Wertschöpfung fließt den lokalen Produzenten zu und erfüllt sie mit Genugtuung und verleiht ihnen Würde.“

Die Firma fairafric bezieht Biokakaobohnen von Yayra Glover, einem sozial engagierten Unternehmer und ghanaischen Biokakao-Pionier. Der Händler setzt sich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse bei den Kakaoproduzenten und gegen Kinderarbeit ein. Er kauft Kakaobohnen von 1400 Kleinbauern, die diese in Mischwirtschaft anbauen, und organisiert Schulungen im Bioanbau. Durch den Verzicht auf Pestizide verbessert sich auch die Gesundheit der Menschen. Sie erlernen neue Anbaumethoden, um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern. Fairafric zahlt zusätzlich zum Preis für die Kakaobohnen eine Bioprämie von 600 US$ pro Tonne, wodurch das Haushaltseinkommen erheblich gesteigert wird. Die Prämie ermöglicht Investitionen in die Ausbildung der Kinder und in Zukunftsperspektiven.

Durch die größere Rentabilität können auch Projekte für das Gemeinwohl verwirklicht werden. In Ghana und in vielen anderen Ländern werden mit Mitteln aus dem fairem Handel Schulen, Brunnen oder Krankenstationen gebaut. „Dafür lohnt sich jeder Euro, den ein Kunde guten Gewissens hier im Weltladen ausgibt, wenn auch die Ware teurer ist!“

Bildnachweis: Weltladendachverband