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Akteure

An erster Stelle müssen hier die Kleinproduzenten in Lateinamerika, Asien und Afrika genannt werden. Weltweit profitieren weit mehr als sechs Mio. Menschen von den Vorteilen des Fairen Handels und können dadurch ihre Lebens- und Arbeitssituation verbessern.

 

 

Akteure sind die Fair-Handels-Importeure wie gepa, dwp, El Puente und BanaFair.

 

 Und nicht zuletzt Sie, liebe Kundinnen und Kunden in unserem Weltladen.

 

 

Hinzu kommen Aktionsgruppen, der Lebensmitteleinzelhandel, Bio- und Naturkostläden. - Zu erwähnen ist die Gastronomie mit Hotels, Restaurants, Cafes, Kantinen, Mensen und Bäckereien. - Auch in Drogeriemärkten, an Kiosken, in Tankstellen, Büros, Praxen und Schulen gibt es teilweise fair gehandelte Produkte.

 

 

An Negativbeispielen wären zu nennen:

Nicht alle Akteure verfolgen das Konzept eines weltweit gemeinwohlorientierten Wirtschaftens, das nicht den Profit, sondern den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Verschlimmert werden Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten durch den Einfluss von Finanzinvestoren. Banken, institutionelle Investoren und Hedgefonds haben Rohstoffe wie Weizen, Kaffee und Mais als profitable Anlagemöglichkeit entdeckt. Zwar besteht auf politischer Ebene ein breiter Konsens gegen exzessive Spekulation mit Rohstoffen. Weitreichende Schritte lassen aber auf internationaler Ebene und gerade in der EU auf sich warten. „Spekulation mit Agrarprodukten ist kein Spiel, denn unter den Auswirkungen haben vor allem arme Familien in Entwicklungsländern zu leiden. Sie geben oft mehr als die Hälfte ihres Einkommens für Essen aus“, sagt Marita Wiggerthale von Oxfam Deutschland und fordert: „Die Bundesregierung muss eine effektive Regulierung der europäischen Handelsplätze durchsetzen und die Allianz und die Deutsche Bank sollten endlich aus dem Geschäft mit dem Hunger aussteigen.“

Sowohl zu niedrige als auch spekulativ getriebene, oft kurzfristige Spitzenpreise gehen an
der Zielsetzung des Fairer Handels vorbei: nämlich Produzentinnen und Produzenten stabile, zuverlässige und langfristige Rahmenbedingungen zu sichern, die eine sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Produktion erlauben. Dabei ist Fairer Handel mehr als nur ein fairer Preis. Er steht auch für langfristige, partnerschaftliche Lieferbeziehungen, Frauenförderung, Qualifizierung, Vorfinanzierung, Umweltschutz etc. Kooperativen ermöglichen den Bäuerinnen und Bauern gemeinsame Investitionen in ihre soziale und wirtschaftliche Entwicklung, bieten Beratung und stärken ihre Verhandlungsposition gegenüber Geschäftspartnern und Politik. Die zunehmenden Spekulationen mit Rohstoffen schwächen die kleinbäuerlichen Kooperativen und bedrohen deshalb das in den letzten Jahren im Fairen Handel Erreichte. „Wir setzen uns deswegen grundsätzlich für eine stärkere Regulierung von Rohstoff-Derivatmärkten ein, denn das Monopoly-Spiel an den Warenterminbörsen hat reale Auswirkungen auf Bauern, Kooperativen und Händler“, so Antje Edler für das FFH (Forum Fairer Handel).

 

 

Quellenangaben im Text

Schaubilder aus der Digitalen Pressemappe des Forum Fairer Handel; Stand: 06.08.2013